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Gran Canaria
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Teil 1: Gerold abholen
Michael und ich sind pünktlich um Mitternacht nach Damme gefahren, um Gerold von einer Azubi-Fahrt abzuholen.
Der Routenplaner hat uns aber leider zu einer falschen Adresse geleitet, aber wir hatten ja reichlich Zeit gut gemacht, also keine Sorge. Weit weg konnte Gerold ja nicht sein. Er hat dann auch angerufen und meinte "Drückt mal auf die Hupe!" - HUUUUUUUUUUUUUUP - "Scheiße, ich hab euch nicht gehört!" Nach kurzer Zeit hat er dann jemanden gefunden, der uns sagen konnte, wo Gerold so ungefähr steckte (jetzt hatten wir wenigstens schon mal einen Ortsnamen und die Richtung: zum Dümmer), und nach längerer Sucherei und überhöhter Geschwindigkeit stand er dann auch auf einmal auf der Straße. Danach hieß es Kette geben!
Teil 2: Flughafen und Flug
Am Flughafen haben wir so ziemlich als letzte eingecheckt (lange warten mussten wir auch nicht, komisch) und Gerold hat jemanden gefunden, der genau so voll war wie er. Allerdings hatte dessen Freundin etwas dagegen, dass er mit uns ein Bier trinken geht. Haben wir dann alleine gemacht!
Zum Flug kann ich nicht viel sagen, da ich erst auf der Landebahn in Las Palmas wach geworden bin. Nur soviel: Hapag Lloyd sucks! Beinfreiheit ist ein Fremdwort. (und wenn ich das schon sage!) Die Beine in den Gang zu legen ist auch keine allzu gute Idee, weil man häufiger von den Stewardessen geweckt wird, damit die mit dem Wägelchen durchkommen!
Samstag
Nach einer ungefähr einstündigen Busfahrt waren wir an unserer Bungalow Anlage Parque Paraiso II angekommen. Wir waren positiv überrascht, da alles in grün gehalten war und nicht, wie vor vier Jahren im Parque Paraiso I, in rosa. Auch der Pool sah besser aus.
Wir haben uns mit Sonnenmilch eingeschmiert und sind zum Strand gelaufen. Dort haben wir eigentlich nur geschlafen. Ab und zu hat sich mal jemand das Body Board ausgeliehen und ist in die Wellen gegangen, die allerdings nicht der Oberhammer waren.
Da es sehr windig wurde, sind wir zum Pool gegangen. Eine super Sache, um den Sand loszuwerden!!!
Abends sind wir in eine Pizzeria gegangen, da wir keine Verpflegung gebucht hatten. (Vor vier Jahren war die Halbpension nicht der Hammer und im Internet wurde immer noch davon abgeraten) Die Pizza war okay, aber nicht ganz so gut wie erwartet.
Anschließend haben wir uns Vodka, Kahlua und Milch gekauft und uns auf der Terreasse volllaufen lassen. Feiern gegangen sind wir nicht mehr, weil wir alle relativ fertig waren.
Sonntag
Tagsüber am Strand
Abends chinesisches Buffet (sehr fettig, auch nicht wirklich geil)
Danach haben wir Bacardi und Ginger Ale bzw Seven Up gekauft und uns das auf der Terrasse reingeschraubt. Anschließend sind wir ins Plaza gegangen und haben im Zig Zag's und im Scandic gefeiert. Musik war nicht wirklich prima, es lief viel Hip Hop. Wir meinen, dass gegen 4 Uhr Schicht im Schacht war.
Montag
Frühstück gegen Mittag, anschließend zum Strand: Die Wellen waren besser, aber wir hatten kein Board mit. Gerold und ich sind etwas spazieren gegangen (immer gen Osten ;) und haben den Fleischhammer gesehen. Schönen Gruß an dieser Stelle!
Gegessen wurde beim Spanier. Für mich gab es lecker Schwertfisch, was die anderen hatten, weiß ich nicht mehr. Anschließend Malibu und Ananassaft gekauft und (nach einem kurzen Zwischenstop in der Garage - nur Männer) ging es ins Plaza.
Gerold und ich waren noch Schwimmen, während Michael schlafenderweise am Strand auf unsere Klamotten aufgepasst hat.
Gegen halb sechs waren wir wieder am Bungalow!
Dienstag
Mittags gefrühstückt und an den Strand gehauen: Wellen waren gut, allerdings gab es eine sehr heftige Strömung. Als es zu windig wurde, haben wir den Sand wieder im Pool verteilt und uns dort noch ein wenig gebräunt.
Essen beim Spanier, dieses Mal Chateaubriand für Gerold und mich. Die Menge war ausreichend!
Anschließend haben wir uns mit Bier, Wein, Osbourne und Cola in die Dünen gehauen, ein wenig in der Gegend herumgeschaut ;) und uns volllaufen lassen.
Wir haben aber rechtzeitig die Handbremse gezogen und sind zurück.
Mittwoch - Die Inselrundfahrt
Um neun Uhr wurden wir von dem Auto-Vermieter an der Bungalow-Anlage abgeholt. Der Vertrag für einen Opel Corsa war schnell unterschrieben und los ging die wilde Fahrt:
25 Mal durch drei Kreisverkehre, die GC-500 sieben Mal in unterschiedliche Richtungen gefahren und wir waren halbwegs auf Kurs. Zuerst sind wir, an Fataga vorbei, nach San Bartolome de Tirajana gefahren. Zwischendurch haben wir ein paar Mal die Aussicht genossen. Die karge Felslandschaft war sehr beeindruckend. Ebenso die Serpentinen, die dem Mietwagen alles abverlangten. Eine Ausnahme in Bezug auf Kargheit war Fataga. Die Palmenstadt war quasi eine Oase mitten in der Wüste. Angehalten haben wir aber nicht. Auch nicht wirklich in San Bartolome. In Santa Lucia de Tirajana hingegen haben wir uns länger aufgehalten und sind ein wenig umhergewandert. Wir haben eine wunderbare Kirche und viele Pflanzen gesehen. Menschen gab es aber offenbar nicht! Da wir die gleiche Strecke nicht noch einmal fahren wollten, sind wir über eine "Ortsstraßennetz"-Straße über Taidia gefahren, um San Bartolome zu umfahren. Diese Straße war hart an der Grenze. Sie war zwar asphaltiert, aber der erste Gang war Pflicht (selbst im ersten Gang ging der Drehzahlmesser bei Vollgas langsam zurück!) und links und/oder rechts gab es nichts außer Abgründen. In Taidia gab es nichts, allerdings war direkt am Ortseingang ein www.taidia.com getackt. Ansonsten gab es nur Serpentinen, tolle Aussicht und es ging nach San Nicolas de Tolentina. Dort haben wir uns aber eigentlich nur verfranst und sind unverrichteter Dinge nach Degollada de Tasartico gefahren. Dort gab es rein gar nichts zu sehen und so sind wir über eine Dirt-Road (jeder Feldweg in Deutschland ist besser) an die Playa del Asno gefahren. Nach einer Expedition über den steinigen und felsigen Strand hatten wir eine Bucht ganz für uns alleine und konnten beim Schnorcheln viele bunte und schöne Fische und bizarre Felsformationen sehen. Sehr beeindruckend und schön; schade, dass ich noch kein Unterwassergehäuse für meine Kamera habe - die Fotos wären bestimmmt prima geworden. Über den Feldweg und Degollada de Tasartico ging es nach Mogan und weiter nach Puerto de Mogan. Michael und ich waren vor vier Jahren schon einmal dort und es hat sich einiges getan! Zig fertige, halbfertige und unfertige Hotels verschandeln die Landschaft. Den Reiz des Fischerdorfes kann man nur noch erahnen. Wir haben uns ein wenig an den Strand gehauen und sind dann nach Playa del Ingles zurück gefahren. Unterwegs haben wir noch wunderbare Hotelstädte gesehen (besonders zu erwähnen: Puerto Rico, hässlicher geht es nicht!)
Dort haben wir dann kurz geduscht und sind nach Las Palmas gefahren. Eine sehr hässliche Stadt. Wir haben erst mal sehr lange Suchen müssen, bis wir einen Parkplatz gefunden hatten und dann sind wir zur Strandpromenade. Sah eigentlich ganz nett aus: Ein Sandstrand mitten in der Stadt, eine kleine Lagune und direkt dahinter die Strandpromenade. Dort haben wir allerdings nur gegessen und uns mit Alkohol versorgt. Wir hatten etwas zu viel Sprit getankt (3/4 voll sollten wir den Opel zurückbringenm, hatten aber fast ganz vollgetankt) und so bin ich sehr spritsparend ;) zurückgefahren.
Am Bungalow haben wir uns nur noch betrunken und sind dann ins Bett!
Donnerstag
Wir waren relativ früh wach und haben uns an den Strand gehauen. Abends essen bei Burger King, White Russian und Plaza. Ich fand es da mal überhaupt nicht prickelnd und bin eher nach Hause. Michael und Gerold sind länger geblieben und anschließend noch in den Pool gesprungen, bis sie vom Wachmann "rausgeprügelt" wurden.
Freitag
Nach einem Spätstück mal wieder an den Strand (grüne Flagge).
Abends in der Pizzeria Roma eine Riesen-Pizza gegessen, die super schmeckte! Getrunken haben Michael und ich eine Flasche Bacardi; Gerold hat Wein und Bier getrunken bevor es ins Plaza ging. Dieses Mal fand ich die Musik um einiges besser. Michael ist nach Hause, Gerold und ich an den Strand, allerdings waren wir nicht ganz so lange im Wasser, da ein Typ geradlinig Richtung unserer Klamotten marschierte.
Am Bungalow haben wir Michael noch genervt und sind dann schlafen gegangen.
Samstag - Der Abreisetag
In der Hausordnung stand, dass wir um 12 Uhr aus dem Zimmer sein mussten, also sind wir gegen 10:30 aufgestanden und haben den letzten Krempel zusammengepackt.
An der Rezeption haben wir dann noch einmal nachgefragt, wann wir wirklich aus dem Zimmer müssen. Fazit: Wir konnten so lange bleiben, wie wir wollen!
Ein letztes Mal haben wir dann noch beim Spanier gegessen (doppelte Portion weil letzter Tag), sind am Strand spazieren gegangen und haben uns an den Pool gelegt. Dort hat man dann gesehen, wer es kann und wer nicht: Während wir schön in Shorts am und im Pool lagen, saßen die anderen mit gepackten Koffern auf den Liegen. Wir haben uns dann um kurz vor vier noch einmal geduscht und sind erfrischt zum airport gefahren worden.
Flughafen und Rückflug
Am Flughafen sind wir zum Check-In Schalter gerannt, um bessere Plätze zu bekommen. Ich hatte nach der letzten Reihe gefragt, damit wir die Sitze ruhigen gewissens nach hinten stellen konnten, aber der Typ hatte mich wohl falsch verstanden, auf jeden Fall hatten wir Reihe 15.
Zwei Stunden Aufenthalt am Flughafen kann man auch recht schnell rumkriegen. Ich empfehle einen kanarischen Spezialitäten Shop, ist zwar schweine teuer, aber man kann alles mal kostenlos probieren. Nachdem wir uns durch gesamte Programm gefressen hatten, haben wir noch ein bisschen gelesen/geschlafen und schon war der Flieger da.
Im Flugzeug wurden wir dann positiv überrascht: Reihe 15 waren die Plätze am Notausgang! Hapag Loyd ist doch nicht soooo schlecht, zumindest, wenn man am Notausgang sitzt, ansonsten, wie gesagt, eine Zumutung!
Resumee
Ein prima Strand-Urlaub; gut, dass wir uns das Auto gemietet haben; Party war dort schon einmal besser; schade, dass ich nicht windsurfen war; Wellen hätten etwas größer sein können; Alkohol ist teuer geworden; zwei Mal Gran Canaria reicht